Lexikon Arbeitssicherheit
57 Begriffe aus Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit kurz erklärt – von Arbeitsschutzgesetz bis Wegeunfall, mit Rechtsgrundlage und Verweisen auf die passenden Ratgeber und Vorlagen.
- Kurzdefinition in zwei Sätzen
- Mit Rechtsgrundlagen
- Verweise auf Ratgeber und Vorlagen
A10 Begriffe
Arbeitsmittel
Arbeitsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen, die bei der Arbeit verwendet werden – von der Leiter über den Stapler bis zur Produktionsanlage. Für sie gilt die Betriebssicherheitsverordnung mit Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und Prüfpflichten.
Erklärung lesenArbeitsplatzgrenzwert (AGW)
Der Arbeitsplatzgrenzwert ist die Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei der im Allgemeinen keine akute oder chronische Gesundheitsschädigung zu erwarten ist – bezogen auf acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich. Die Werte stehen in der TRGS 900.
Erklärung lesenArbeitsschutzausschuss (ASA)
Der Arbeitsschutzausschuss ist das Gremium, in dem Arbeitgeber, Betriebsrat, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte mindestens vierteljährlich Anliegen des Arbeitsschutzes beraten. Er ist ab mehr als 20 Beschäftigten Pflicht (§ 11 Arbeitssicherheitsgesetz).
Erklärung lesenArbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Das Arbeitsschutzgesetz ist das Grundgesetz des betrieblichen Arbeitsschutzes in Deutschland. Es verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen zu beurteilen, Schutzmaßnahmen zu treffen, Beschäftigte zu unterweisen und den Arbeitsschutz zu organisieren.
Erklärung lesenArbeitsschutzmanagementsystem (AMS) und ISO 45001
Ein Arbeitsschutzmanagementsystem ist die systematische, dokumentierte Organisation des Arbeitsschutzes im Unternehmen mit Zielen, Zuständigkeiten, Prozessen und kontinuierlicher Verbesserung. Die internationale Norm dafür ist ISO 45001; Berufsgenossenschaften bieten mit „Sicher mit System“ eine Begutachtung an.
Erklärung lesenArbeitsschutzsoftware / Arbeitssicherheitssoftware
Arbeitsschutzsoftware – auch Arbeitssicherheitssoftware oder EHS-Software (Environment, Health, Safety) – bündelt die Pflichten der Arbeitssicherheit in einem System: Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Unterweisungen, Prüffristen, Begehungen, Gefahrstoffe, Maßnahmen und Nachweise, meist als Web-Anwendung mit mobiler App.
Erklärung lesenArbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
Das Arbeitssicherheitsgesetz verpflichtet Arbeitgeber, Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen, und regelt deren Aufgaben sowie den Arbeitsschutzausschuss.
Erklärung lesenArbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
Die Arbeitsstättenverordnung regelt, wie Arbeitsstätten einzurichten und zu betreiben sind: Räume, Verkehrswege, Flucht- und Rettungswege, Beleuchtung, Raumklima, Sanitär- und Pausenräume sowie Bildschirm- und Telearbeitsplätze.
Erklärung lesenArbeitsunfall
Ein Arbeitsunfall ist ein zeitlich begrenztes, von außen einwirkendes Ereignis, das bei einer versicherten Tätigkeit zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt (§ 8 SGB VII). Versichert sind auch Wege zur Arbeit und bestimmte Tätigkeiten im Homeoffice.
Erklärung lesenASR (Technische Regeln für Arbeitsstätten)
Die ASR konkretisieren die Arbeitsstättenverordnung mit messbaren Anforderungen – zum Beispiel Beleuchtungsstärken (ASR A3.4), Raumtemperaturen (ASR A3.5), Fluchtwege (ASR A2.3), Brandschutz (ASR A2.2) und Sicherheitskennzeichnung (ASR A1.3).
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B8 Begriffe
Beinaheunfall
Ein Beinaheunfall ist ein Ereignis, das zu einem Unfall hätte führen können, bei dem aber niemand verletzt wurde – etwa eine herabfallende Last, die knapp neben einer Person landet. Beinaheunfälle sind wertvolle Hinweise auf Gefährdungen, bevor etwas passiert.
Erklärung lesenBerufsgenossenschaft (BG)
Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für Unternehmen der Privatwirtschaft, gegliedert nach Branchen. Sie versichern gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, beraten und überwachen den Arbeitsschutz in den Betrieben.
Erklärung lesenBerufskrankheit
Eine Berufskrankheit ist eine Erkrankung, die durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurde und in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführt ist – etwa Lärmschwerhörigkeit, Hauterkrankungen, Asbestose oder bestimmte Rückenleiden. Sie wird wie ein Arbeitsunfall von der Unfallversicherung entschädigt.
Erklärung lesenBetriebsanweisung
Eine Betriebsanweisung ist eine schriftliche, arbeitsplatzbezogene Anweisung des Arbeitgebers, die Gefahren, Schutzmaßnahmen, Verhalten im Gefahrfall, Erste Hilfe und Entsorgung für eine Tätigkeit, einen Gefahrstoff oder ein Arbeitsmittel verständlich zusammenfasst.
Erklärung lesenBetriebsarzt / Betriebsärztin
Betriebsärzte beraten den Arbeitgeber in arbeitsmedizinischen Fragen, führen die arbeitsmedizinische Vorsorge durch und wirken bei Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsplatzgestaltung und Wiedereingliederung mit. Ihre Bestellung ist nach dem Arbeitssicherheitsgesetz Pflicht.
Erklärung lesenBetriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
Die Betriebssicherheitsverordnung regelt die sichere Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln – von der Leiter bis zur Produktionsanlage – einschließlich Gefährdungsbeurteilung, Prüfungen und Prüffristen.
Erklärung lesenBildschirmarbeitsplatz
Ein Bildschirmarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz mit Bildschirmgerät, an dem Beschäftigte einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Arbeit verrichten. Für ihn gelten die ergonomischen Anforderungen aus Anhang 6 der Arbeitsstättenverordnung an Bildschirm, Tastatur, Tisch, Stuhl, Beleuchtung und Software.
Erklärung lesenBrandschutzhelfer
Brandschutzhelfer sind Beschäftigte, die im Umgang mit Feuerlöschern geschult sind und im Brandfall Entstehungsbrände bekämpfen, die Räumung unterstützen und die Feuerwehr einweisen. Richtwert nach ASR A2.2: 5 Prozent der Beschäftigten, bei erhöhter Brandgefährdung mehr.
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D4 Begriffe
DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung)
Die DGUV ist der Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen. Sie gibt Unfallverhütungsvorschriften (DGUV Vorschriften), Regeln und Informationen heraus, die für versicherte Betriebe verbindlich beziehungsweise als Stand der Technik maßgeblich sind.
Erklärung lesenDGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“
Die DGUV Vorschrift 1 ist die grundlegende Unfallverhütungsvorschrift. Sie konkretisiert die Pflichten des Arbeitgebers aus Sicht der Unfallversicherung – unter anderem Unterweisung, Pflichtenübertragung, Sicherheitsbeauftragte, Erste Hilfe und persönliche Schutzausrüstung.
Erklärung lesenDGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“
Die DGUV Vorschrift 2 legt fest, in welchem Umfang Betriebe durch Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit betreut werden müssen – mit Einsatzzeiten je nach Betreuungsgruppe oder der alternativen Betreuung für Kleinbetriebe.
Erklärung lesenDGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“
Die DGUV Vorschrift 3 verpflichtet Unternehmen, elektrische Anlagen und Betriebsmittel von Elektrofachkräften prüfen zu lassen – vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderungen und in regelmäßigen Abständen. Richtwert für ortsveränderliche Geräte: alle 6 Monate, im Büro bis zu 2 Jahre.
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E3 Begriffe
Elektrofachkraft
Elektrofachkraft ist, wer aufgrund fachlicher Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die übertragenen elektrotechnischen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann. Nur sie darf Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 verantworten.
Erklärung lesenErsthelfer / Betriebliche Ersthelfer
Betriebliche Ersthelfer sind Beschäftigte, die in Erster Hilfe ausgebildet sind und bei Unfällen und Notfällen im Betrieb helfen. Pflicht sind bei 2 bis 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer, darüber 5 Prozent in Verwaltungs- und Handelsbetrieben und 10 Prozent in sonstigen Betrieben.
Erklärung lesenExplosionsschutzdokument
Das Explosionsschutzdokument ist die besondere Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung für Betriebe, in denen explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann. Es weist Explosionsgefährdungen, Zoneneinteilung und Schutzmaßnahmen aus und ist nach § 6 Abs. 9 Gefahrstoffverordnung Pflicht.
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F3 Begriffe
Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa)
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit berät und unterstützt den Arbeitgeber in allen Fragen der Arbeitssicherheit. Jeder Arbeitgeber muss eine Sifa schriftlich bestellen – intern oder extern, nach dem Arbeitssicherheitsgesetz und der DGUV Vorschrift 2.
Erklärung lesenFlucht- und Rettungsplan
Der Flucht- und Rettungsplan ist der grafische Aushang, der Fluchtwege, Notausgänge, Sammelstellen, Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Einrichtungen eines Gebäudes zeigt. Er ist nach Arbeitsstättenverordnung erforderlich, wenn Lage, Ausdehnung oder Nutzung der Arbeitsstätte es verlangen.
Erklärung lesenFremdfirmenmanagement
Fremdfirmenmanagement bezeichnet die Organisation der Arbeitssicherheit, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Ort tätig sind – etwa Wartungsfirmen, Reinigungsdienste oder Bauunternehmen im eigenen Betrieb. Die Arbeitgeber müssen zusammenarbeiten, sich über Gefährdungen abstimmen und die Beschäftigten einweisen (§ 8 Arbeitsschutzgesetz).
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G6 Begriffe
Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung der Gefährdungen bei der Arbeit mit dem Ziel, Schutzmaßnahmen festzulegen. Sie ist nach § 5 Arbeitsschutzgesetz für jeden Arbeitgeber ab dem ersten Beschäftigten Pflicht und muss dokumentiert werden.
Erklärung lesenGefährdungsfaktoren
Gefährdungsfaktoren sind die elf Gruppen, in die Gefährdungen bei der Gefährdungsbeurteilung eingeteilt werden – von mechanischen Gefährdungen bis zu psychischen Faktoren. Sie dienen als Checkliste, damit nichts übersehen wird.
Erklärung lesenGefahrstoff
Gefahrstoffe sind Stoffe, Gemische und Erzeugnisse, die gefährliche Eigenschaften haben – etwa entzündbar, ätzend, giftig, krebserzeugend oder umweltgefährlich – oder aus denen bei der Verwendung solche Stoffe entstehen. Die Definition steht in § 2 Gefahrstoffverordnung.
Erklärung lesenGefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Die Gefahrstoffverordnung regelt den Schutz der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Informationsermittlung, Gefährdungsbeurteilung, Substitution, Schutzmaßnahmen, Gefahrstoffverzeichnis, Betriebsanweisung und Unterweisung.
Erklärung lesenGefahrstoffverzeichnis
Das Gefahrstoffverzeichnis ist die Liste aller im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe mit Bezeichnung, Einstufung, Mengenbereich, Arbeitsbereichen und Verweis auf das Sicherheitsdatenblatt. Es ist nach § 6 Abs. 12 Gefahrstoffverordnung Pflicht und muss den Beschäftigten zugänglich sein.
Erklärung lesenGHS / CLP-Kennzeichnung
GHS ist das weltweit harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien, die CLP-Verordnung seine Umsetzung in der EU. Sie legt fest, wie Gefahrstoffe eingestuft und mit Piktogrammen, Signalwort sowie H- und P-Sätzen gekennzeichnet werden.
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H1 Begriff
L2 Begriffe
Lagerklasse (LGK)
Die Lagerklasse ordnet Gefahrstoffe nach ihren gefährlichen Eigenschaften in Gruppen ein, aus denen sich ergibt, welche Stoffe zusammen gelagert werden dürfen und welche getrennt werden müssen. Grundlage ist die TRGS 510.
Erklärung lesenLärmbereich
Ein Lärmbereich ist ein Arbeitsbereich, in dem der Tages-Lärmexpositionspegel 85 dB(A) oder der Spitzenschalldruckpegel 137 dB(C) erreicht oder überschreitet. Er muss gekennzeichnet werden, Gehörschutz ist dort Pflicht.
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P5 Begriffe
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Persönliche Schutzausrüstung ist jede Ausrüstung, die Beschäftigte tragen oder halten, um sich gegen Gefährdungen zu schützen – Helm, Schutzbrille, Gehörschutz, Atemschutz, Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzkleidung oder Absturzsicherung. Der Arbeitgeber stellt sie kostenlos bereit, Beschäftigte müssen sie benutzen.
Erklärung lesenPflichtenübertragung
Die Pflichtenübertragung ist die schriftliche Übertragung von Arbeitsschutzpflichten des Arbeitgebers auf zuverlässige und fachkundige Personen, etwa Betriebsleiter oder Meister (§ 13 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz, § 13 DGUV Vorschrift 1). Die Gesamtverantwortung und die Pflicht zur Kontrolle bleiben beim Arbeitgeber.
Erklärung lesenPrüffrist
Die Prüffrist ist der Zeitraum, nach dem ein Arbeitsmittel erneut geprüft werden muss. Der Arbeitgeber legt sie in der Gefährdungsbeurteilung fest (§ 3 Abs. 6 Betriebssicherheitsverordnung); Vorschriften und Regeln nennen Richtwerte, zum Beispiel 12 Monate für Leitern und Regale oder 6 Monate für ortsveränderliche elektrische Geräte.
Erklärung lesenPrüfplakette
Die Prüfplakette ist der Aufkleber am Arbeitsmittel, der die bestandene Prüfung und den nächsten Prüftermin anzeigt. Sie ist ein Hinweis für Benutzer, aber kein Nachweis – der Nachweis ist das Prüfprotokoll mit Ergebnis, Prüfer und Datum.
Erklärung lesenPsychische Belastung
Psychische Belastung ist die Gesamtheit der Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken – Arbeitsintensität, Handlungsspielraum, soziale Beziehungen, Arbeitszeit, Arbeitsumgebung. Sie ist seit 2013 ausdrücklich Teil der Gefährdungsbeurteilung (§ 5 Abs. 3 Nr. 6 Arbeitsschutzgesetz).
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S5 Begriffe
Sicherheitsbeauftragte
Sicherheitsbeauftragte sind Beschäftigte, die den Arbeitgeber ehrenamtlich und neben ihrer Tätigkeit bei der Unfallverhütung unterstützen: Sie achten auf Schutzeinrichtungen und PSA, melden Mängel und sind Ansprechpartner der Kolleginnen und Kollegen. Pflicht ab regelmäßig mehr als 20 Beschäftigten.
Erklärung lesenSicherheitsdatenblatt (SDB)
Das Sicherheitsdatenblatt ist das vom Lieferanten mitgelieferte Dokument mit 16 Abschnitten, das Gefahren, Zusammensetzung, Schutzmaßnahmen, Erste Hilfe, Lagerung und Entsorgung eines gefährlichen Stoffes oder Gemisches beschreibt. Geregelt ist es in Artikel 31 der REACH-Verordnung.
Erklärung lesenSicherheitskennzeichnung
Die Sicherheitskennzeichnung umfasst Verbots-, Gebots-, Warn- und Rettungszeichen sowie Brandschutzzeichen, mit denen Gefahren, Pflichten und Fluchtwege am Arbeitsplatz kenntlich gemacht werden. Form und Farbe sind in der ASR A1.3 und DIN EN ISO 7010 festgelegt.
Erklärung lesenSTOP-Prinzip
Das STOP-Prinzip legt die Rangfolge von Schutzmaßnahmen fest: Substitution vor technischen, technische vor organisatorischen und organisatorische vor persönlichen Maßnahmen. Es folgt aus § 4 Arbeitsschutzgesetz.
Erklärung lesenSubstitutionsprüfung
Die Substitutionsprüfung ist die Pflicht des Arbeitgebers, zu prüfen, ob ein Gefahrstoff oder ein Verfahren durch einen weniger gefährlichen Stoff oder ein weniger gefährliches Verfahren ersetzt werden kann (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 und § 7 Gefahrstoffverordnung). Das Ergebnis ist zu dokumentieren.
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T3 Begriffe
Telearbeit, Homeoffice und mobiles Arbeiten
Telearbeitsplätze sind vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten mit vereinbarter Dauer und Arbeitszeit (§ 2 Abs. 7 Arbeitsstättenverordnung). Mobiles Arbeiten ist Arbeit von wechselnden Orten ohne festen Arbeitsplatz. „Homeoffice“ ist kein Rechtsbegriff und meint je nach Ausgestaltung das eine oder das andere.
Erklärung lesenTRBS (Technische Regeln für Betriebssicherheit)
Die TRBS konkretisieren die Betriebssicherheitsverordnung für Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen – unter anderem zur Gefährdungsbeurteilung (TRBS 1111), zu Prüfungen (TRBS 1201) und zu befähigten Personen (TRBS 1203).
Erklärung lesenTRGS (Technische Regeln für Gefahrstoffe)
Die TRGS konkretisieren die Gefahrstoffverordnung und geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene wieder. Wer sie einhält, kann davon ausgehen, die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen (Vermutungswirkung).
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U3 Begriffe
Unfallanzeige
Die Unfallanzeige ist die Meldung eines Arbeits- oder Wegeunfalls an die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse. Sie ist Pflicht, wenn die versicherte Person getötet oder so verletzt wird, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist – innerhalb von drei Tagen, nachdem der Arbeitgeber davon erfahren hat.
Erklärung lesenUnternehmermodell (alternative Betreuung)
Das Unternehmermodell ist die alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung für Betriebe bis 50 Beschäftigte nach DGUV Vorschrift 2: Der Unternehmer nimmt an Schulungen teil und zieht Fachkraft für Arbeitssicherheit und Betriebsarzt nur bei Bedarf hinzu.
Erklärung lesenUnterweisung
Die Unterweisung ist die arbeitsplatzbezogene Anleitung der Beschäftigten zu Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Sie ist vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Veränderungen und mindestens einmal jährlich Pflicht und muss dokumentiert werden.
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V2 Begriffe
Verbandbuch
Das Verbandbuch ist die Dokumentation aller Erste-Hilfe-Leistungen im Betrieb mit Datum, Uhrzeit, verletzter Person, Hergang, Verletzung, Maßnahmen, Ersthelfer und Zeugen. Es ist nach § 24 Abs. 6 DGUV Vorschrift 1 Pflicht und fünf Jahre aufzubewahren.
Erklärung lesenVerordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
Die ArbMedVV regelt, bei welchen Tätigkeiten Arbeitgeber eine arbeitsmedizinische Vorsorge veranlassen (Pflichtvorsorge), anbieten (Angebotsvorsorge) oder auf Wunsch ermöglichen müssen (Wunschvorsorge).
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W1 Begriff
Z1 Begriff
Vom Begriff zur Umsetzung
Die Ratgeber erklären Schritt für Schritt, was zu tun ist; die Vorlagen liefern die Formulare dazu. AMS Go bringt alles in ein System mit Erinnerungen und Nachweisen.




