Explosionsschutzdokument
Auch: Ex-Schutz-Dokument, Explosionsschutz
Definition
Das Explosionsschutzdokument ist die besondere Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung für Betriebe, in denen explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann. Es weist Explosionsgefährdungen, Zoneneinteilung und Schutzmaßnahmen aus und ist nach § 6 Abs. 9 Gefahrstoffverordnung Pflicht.
Explosionsfähige Atmosphäre entsteht durch brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube in Verbindung mit Luft – etwa in Lackierereien, bei Lösemitteln, in Mühlen oder Holzstaubabsaugungen. Das Dokument legt fest, wo Zonen 0, 1, 2 (Gase) beziehungsweise 20, 21, 22 (Stäube) bestehen, welche Zündquellen vermieden werden und welche Geräte dort eingesetzt werden dürfen (ATEX).
Die Prüfung von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen regelt die Betriebssicherheitsverordnung; vor Inbetriebnahme und wiederkehrend alle sechs Jahre prüft eine zugelassene Überwachungsstelle oder befähigte Person.
Rechtsgrundlagen
- § 6 Abs. 9, § 11 Gefahrstoffverordnung
- TRGS 720–725
- Betriebssicherheitsverordnung Anhang 2 Abschnitt 3
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Verwandte Begriffe
Dieser Lexikoneintrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Vorschriften sowie die Regeln der Unfallversicherungsträger.




